Verheimlichte geschichte

Lawrence Gardner: Das Erbe der Maria Magdalena - Teil 1

Eine Konspiration gegen die Blutlinie Unseres Herrn Jesus und Maria Magdalena. Die Aufdeckung der hinter des Da Vinci Code versteckten Geheimnisses.

Lesestücke aus dem Buch:

Die ursprünglichen Evangelien machen eindeutig völlig klar die im Leben Unseres Herrn Jesus (Maria Magdalena, Unser Herr Jesus) und seiner Familie gespielte erhebliche Rolle der Maria Magdalena. Trotz aller Bemühungen, die Maria Magdalena unbegründet mit der Dirnschaft zu assoziieren versucht, ist insgesamt nur eine einzelne Bemerkung in den Evangelien angeführt, die auf Ihre angebliche Schuld hinweist.

 

Das finden wir im Lukasevangelium. „Mit ihm waren zwölf und einige Frauen, die er von den bösen Seelen und den  unterschiedlichen Krankheiten befreite“. Nichts Weiteres. Es gibt nichts, das auf die Dirnschaft oder Prostitution hinweisen würde. Maria Magdalena wurde in einer jungfräulichen, klösterlichen Umgebung erzogen.

 

Maria Magdalena und ihre Tochter Inana

Maria Magdalena und ihre Tochter Inana

 

Rabanus Maurus (776-856), der Benediktinerwissenschaftler war Erzbischof von Mainz und Abt des Klosters von Fulda. Die letztgenannte Stadt zählte damals in der Zeit des Karl des Großen zur größten Zentrale der Wissenschaft des fränkischen Reiches. Rabanus wurde als einer der gebildetsten Wissenschaftler des Zeitalters berühmt. Seine hervorragende Arbeit heißt „Das Leben der heiligen Maria Magdalena“. Dieses Buch bestand aus fünfzig Kapiteln, seine reichlich illustrierten Handschriften wurden in sechs Bänden zusammengesammelt. Das Buch beginnt wie folgt:

 

Das beschauliche Leben der gesegnetsten Maria Magdalena, die mit der tiefsten Hochachtung und Huldigung als die süßeste Erwählte von Jesus genannt wurde und die von Jesus sehr geliebt war”.

 

In den früheren Jahren des 15. Jahrhunderts wurde in der britannischen Universität von Oxford eine klösterliche Kopie der Handschrift von Rabanus entdeckt. Einpaar Jahre später, während der Zeit des Königs Henrik VI. wurde die erste Magdalena Universität gegründet. Diese Universität war unter den ersten Universitäten, in denen das wissenschaftliche Unterrichten eingeleitet wurde. Die Wände dieser Universität bewahren auch heute die Kopie des Magdalena-Manuskriptes auf. Seit dieser Zeit hatte die Kirche die Methode ausgesponnen, dass die Magdalena College von Cambridge nachher als „Mandleya“ ausgesprochen werden muss. Diese Tradition blieb bis heute bestehen.

 

La Madeleine - Paris

 

La Madeleine

(St. Maria Magdalena Kirche - Paris, Frankreich

 

St. Maria Magdalena Kirche

 

Fassade der La Madeleine Kirche

 

 

Unser Herr Jesus, links St. Maria Magdalena

Unser Herr Jesus, links St. Maria Magdalena

 

Nachher wurden in dem 15. Jahrhundert zahlreiche Maria Magdalena Kirchen als Maria-Kirche geheiligt. Kein Zweifel besteht darin, dass die römisch-katholische Kirche nach ihren Möglichkeiten getan hatte, Maria Magdalena zur Seite zu stellen, oder mindestens ihren Namen zu beflecken, indem sie die in den Kreisen der britannischen Klosterpriesterschaft sehr große Achtung hatte.

 

Auf dem Konzil von Troyes 1129 hat der französische Tempelorden seinen Treueid in die Gunst der Maria Magdalena empfohlen. In Kenntnis des historischen Hintergrundes müssen wir die Frage stellen, warum die Klosterwissenschaftler mit der Kirche soweit auf dem Kriegsfuß standen, vielleicht wegen ihrer Begeisterung für Maria Magdalena?

 

Der Magdalenanaltar

 

La Madeleine – der Magdalenanaltar in der Kirche St. Maria Magdalena

(Werk von Carlo Marochetti)

 

LA MADELEINE - Der Magdalenanaltar

 

Die Antwort ist klar: die Klosterbrüder waren Akademiker; obwohl sie sich scheinbar mit Religionsgegenständen beschäftigten, tatsächlich die schriftlichen Andenken und Aufzeichnungen beschäftigten sie. Andererseits waren die Bischöfe nur an den Religionsdoktrinen (Lehrmeinungen) interessiert, die historischen Aufzeichnungen hatten für sie keine große Bedeutung. Sie versuchten die Menschen dazu zu zwingen, ihre Lehre zu akzeptieren. Im Jahre 1662 hat der Papst Gregor XV. die Kongregation für Glaubenslehre einberufen. Er hat das Kardinalministerium für Sachen der Glaubenslehre gegründet, das die Aufgabe hatte, sogar auch mit Gewalt die Menschen gegenüber den Kirchenlehren zum Gehorsam zu zwingen.

 

Aus der Evangelienlehre können wir erfahren, dass Maria Magdalena ständige Gefährte und Unterstützerin von Jesus war. Sie stand in einer sehr nahen Beziehung mit der Mutter von Jesus. Die Treue der Maria Magdalena gegenüber Jesus und ihrer Familie hat die Treue des unberechenbaren Peters und der anderen Apostel weit überstiegen. Sie war ja eine Frau, doch das selbst ist keine genügende Auslegung dafür, dass die Kirche zur Verleumdungskampagne gegen sie berechtigt gemacht hätte.

 

Die Statue von Maria Magdalena - Sevilla

Die Statue von Maria Magdalena, Sevilla, Spanien

 

Die Mutter von Jesus war eine Frau und trotzdem immer mit Ehre umgeben. Es gab in Maria Magdalena augenscheinlich etwas mehr und wichtigeres, weswegen die Bischöfe mit so heftiger Angst und Sturm auf ihr Erbe reagierten. Maria Magdalena bedeutete für die Kirche ernsthafte Drohung. Auch die Bischöfe, die Mönchsorden und die Tempelorden haben das gut gewusst.

 

Seit dem Tage als im Jahre 312 nach unserer Zeitrechnung der Kaiser Konstantin am Himmel das Zeichen des Kreuzes erblickte, entschloss er sich, das Christentum neu zu bilden.

 

Gemäß der Beschreibung der Apokalypse (die griechische Göttin der Weisheit Sophie in den Traditionen des Frühchristentums) wurde durch die eine Krone aus zwölf Sternen tragende Maria Magdalena vertreten, die im Jahre 44 nach unserer Zeitrechnung nach Gallien in Frankreich ins Exil flüchtete.

 

Die Statue von St. Maria Magdalena – Sevilla, Spanien

Die Statue von St. Maria Magdalena, Sevilla, Spanien

 

Die Ehre der Schwarzen Madonna stammt aus dem Jahre 44 nach unserer Zeitrechnung aus Ferriéres /Provance. Die Madonna und ihr Kind darstellenden Kunstwerke machten für die Kirche kontinuierlich ein Dilemma aus, besonders die in den angesehenen, namhaften europäischen Kirchen und Choren ausgestellten Statuen. Einige von diesen wurden in Blassfarbe (Fleischfarbe) aufgefärbt, indem eine ganze Menge Statuen vor der Öffentlichkeit einfach entfernt wurden. Allerdings ist Madonna schwarz, denn die Weisheit (das heißt Sophie) ist schwarz, die auch in der Dunkelheit des Chaos existierte.

 

Es wurde gemeint, dass Sophie den Heiligen Geist (oder Gottesgeist) verkörperte, der über den Gewässern schwebte“ und Licht in die Welt brachte, als die „Dunkelheit die Tiefen bedeckte“.

 

Bernhard von Claivaux (ca. zwischen 185-254 nach unserer Zeitrechnung) erwähnt in seinem Werk „Gesang der Gesänge“ Maria Magdalena als die Braut Jesu. Der Gesang der Gesänge ist eine Reihe von Liebesgedichten über eine verlassene, verzweifelte Braut und deren Ehemann, den König.

 

Die Bischöfe haben zuerst der Sophie wegen die Maria Magdalena als Hure identifiziert, und zwar nicht aufgrund so etwas, was die Bibel von ihr schreibt. Für die Römer war alles, was mit den Griechen nur in Verbindung stand, amoralisch und wüst.

 

Maria Magdalena – Gemälde von Roger van der Weyden

Maria Magdalena, Gemälde von Roger van der Weyden

 

Der Wein, der das Symbol, der mütterlichen Blutlinienerbschaft von Jesus ist „ist mein Blut…“ und war nicht konkret der Blut der Menschen. Es wurde die Behauptung aufrechterhalten, dass der Wein über besondere Qualitäten verfügt: weil er mit der Weisheit, dem Erbarmen und der Intelligenz verknüpft wird. In dieser Hinsicht symbolisiert der Kelch (Heiliger Gral), der den Wein beinhaltet, in der Wirklichkeit den Mutterleib. Die Zeremonie des Weines weist seit Urzeiten auf die sinnbildliche Beziehung zwischen der Mutterschaft und der Zeugung.

 

Maria Magdalena

Maria Magdalena

 

Das ewige Kelchsymbol der Frauenhaftigkeit blieb uns als ein „V“- Zeichen zurück, das die Chore bereits seit 3500 vor unserer Zeitrechnung mit dem Mutterleib der Muttergottes identifiziert haben. Das gegenteilige Männersymbol (umgekehrter V) wurde durch die Degenklinge oder das Horn (wie das Einhorn) dargestellt. Wenn wir die zwei Symbole, das weibliche und das männliche aufeinander legen, bekommen wir ein X- Zeichen. Dieses Zeichnen der Vereinigung gegenteiliger Geschlechte wurde seit den früheren Zeiten für die heilige Einheit des Hochzeitfest-Zimmers gebraucht. Das war das ursprüngliche Sinnbild für das Kreuz. Das bestätigen auch die Schriftrollen vom Toten Meer.

 

Maria Magdalena - Gemälde von Francesco Bacchiacca

Maria Magdalena, Gemälde von Francesco Bacchiacca

 

Durch den späteren römischen Einfluss wurde ein neues Kreuzsymbol, das vertikale Kreuz der Peterskirche mit ihrer höher verlegten Querstange geschöpft. In den damaligen Zeiten wurde das ursprüngliche Symbol in den Augen der Römer zum Sinnbild der Ketzerei. Daraus resultierend wird das „X“- Symbol auch heute mit dem Fleisch und dem Teufel in Verbindung gebracht. Der „X“ Querstrich bedeutet eine schlechte, fehlerhafte Lösung. Auch die „Grobheit“ der Pornofilme wird mit einem X bezeichnet. Die Filme der Kategorie „XXX“ zählen zu den sehr obszönen Filmen.

 

Die Tradition von Andreas blieb mit der ursprünglichen Kreuzform „X“ bestehen, die dann unter dem Namen Kreuz von St. Andreas (Andreaskreuz) bekannt wurde.

 

Maria Magdalena wurde mit den kultischen Frauengestalten der Fruchtbarkeit assoziiert. Die apokryphe Geschichte wurde unter dem Titel „Der glückliche Eremit, das Leben der Maria Magdalena“ in Italien im 9. Jahrhundert geboren. Das Werk erzählt, dass Maria Magdalena nach der Himmelfahrt Jesu dreißig Jahre lang als Eremit lebte.

 

Maria Magdalena – Gemälde von Giovanni Gioseffo dal Sole

Maria Magdalena, Gemälde von Giovanni Gioseffo dal Solee

 

Zwar das Maria-Magdalena-Bild der Kirche das Bild einer frivolen, lodderigen Hure bedeutete, die aufgeklärten Künstler haben sie oft moralisch, distanziert dargestellt. Bescheiden, mit langem und herrlichem Haar. Ein neues Element der Magdalena-Assoziationen in den Künsten ist die weißte Taube, die gleichfalls auch in zahlreichen Darstellungen vom Heiligen Gral erscheint. Die weiße Traube drückt besonders die weibliche Reinheit aus. Sie wird in der christlichen Kunst für die Darstellung des Heiligen Geistes benutzt.

 

 

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